Wer sein Caritas Gehalt berechnen möchte, erwartet oft eine vollständige monatliche Auszahlung. Der AVR Caritas Gehaltsrechner hat einen klareren Zweck: Er berechnet den hinterlegten tariflichen Grundwert aus Anlage, Gruppe, Stufe und Arbeitszeit. Weitere Bestandteile müssen aus dem Angebot oder Dienstplan ergänzt werden.
Starte mit dem Monatsbrutto der gewählten Tabelle. Dieser Wert ist die gemeinsame Basis, wenn du zwei Angebote oder Arbeitszeiten vergleichen möchtest.
Die Vollzeitbasis beträgt 39 Wochenstunden; Teilzeit wird anteilig berechnet. Zusätzlich zeigt der Rechner Jahresbrutto, rechnerischen Stundenlohn und eine vereinfachte Netto-Schätzung. Keine dieser Anzeigen enthält automatisch Schicht- und Wechselschichtzulagen, Jahressonderzahlung oder sonstige Zulagen.
Trenne Grundentgelt und Zusatzbeträge auch in deinen Notizen. So kannst du im Gespräch sagen, welche Zahl aus der Tabelle stammt und welcher Betrag noch geprüft werden muss.
Bei Pflege- oder anderen wechselnden Diensten kann der Dienstplan einen wesentlichen Unterschied machen. Zwei Stellen mit gleichem Grundentgelt sind nicht zwingend gleich attraktiv, wenn Schichtlagen und Zulagen verschieden sind. Der Stundenlohn des Rechners bleibt deshalb eine Orientierung für den Grundwert.
Mache den Angebotsvergleich in zwei Ebenen: Tariflicher Grundwert im Rechner, konkrete Zusatzleistungen im Vertrag oder Dienstplan. Erst zusammen ergibt sich ein brauchbares Bild.
Die Netto-Schätzung kann ebenfalls abweichen, weil persönliche Steuermerkmale und Versicherungsdaten eine Rolle spielen. Regionale Caritas-Regelungen können andere Tabellenwerte verwenden. Eine Zahl aus dem Rechner ist daher keine verbindliche Lohnabrechnung.
Frage nach der geltenden Regionalkommission, der Stufe, der Höhe und den Voraussetzungen von Zulagen sowie der Behandlung einer Jahressonderzahlung. Wenn eine Angabe nicht zugesichert wird, markiere sie als offen und rechne sie nicht heimlich in den Grundwert ein.
Weitere Informationen: Tarifvertrag-Online.
Mit dieser Trennung kannst du Angebote vollständig bewerten und vermeidest den Fehler, fehlende Zusatzbestandteile mit einem falschen Tabellenwert zu verwechseln.
Der erste Rechnerlauf ist eine Orientierung und zugleich eine Checkliste. Lies die Ausgabe vollständig und frage dich, ob alle Werte zu deinem Szenario passen. Danach prüfst du gezielt die Punkte, die der Rechner nicht abbildet.
Ergänze die Rechenwerte um Vertragsfragen, Zulagen und den regionalen Datenstand. Diese Angaben entscheiden darüber, wie nah die Orientierung an deinem Angebot liegt.
So wächst aus einem einzelnen Ergebnis eine belastbare Vorbereitung für die nächste Entscheidung.
Wenn ein Angebot Zusatzleistungen erwähnt, ändere für deren Prüfung nicht die Grunddaten im Rechner. Halte Monatsbrutto und Zulagen getrennt. Frage, ob der Zusatz regelmäßig oder von Schichten abhängig ist und ob eine Jahressonderzahlung separat behandelt wird. Erst mit diesen Informationen kannst du den Rechnerwert sinnvoll in eine umfassendere Budgetplanung einordnen.
Wenn im Angebot eine Zulage erwähnt wird, notiere ihre Voraussetzung neben dem Grundentgelt. Nicht jede Zulage fällt in jedem Monat gleich an. Die getrennte Darstellung erleichtert dir die Budgetplanung und verhindert, dass der Rechnerwert fälschlich als vollständige Auszahlung gelesen wird.
Bei einer Veränderung der Arbeitszeit sollte auch der Jahreswert neu betrachtet werden. Ein alter Jahreswert passt sonst nicht mehr zum aktuellen Monatsmodell und führt zu einer falschen Budgetplanung.